Die 7 schönsten Klammen und Wildwasserwege im Bayerischen Wald

Ausflugsziele, Wandern

Sieben auf einen Streich

Wenn der Bayerische Wald rauscht, sprudelt, plätschert und tost, dann sind wir ziemlich schnell dabei. Denn zwischen Freyung, Spiegelau, Bodenmais, Waldkirchen, Falkenstein, Ilztal und Wegscheider Land verstecken sich einige Wanderwege, bei denen Wasser eindeutig die Hauptrolle spielt.

Nach unserer Gipfeltour zum Siebensteinkopf bleiben wir deshalb einfach noch ein bisserl bei der Zahl Sieben. Dieses Mal geht es allerdings nicht hinauf, sondern hinein: in Klammen, Leiten, Schluchten, Wildbachtäler und Wasserfallwege. Also dorthin, wo der Woid manchmal so tut, als hätte er eigens für uns den Naturfilm-Modus eingeschaltet.

Wir haben sieben Wasser-Orte gesammelt, die ganz unterschiedlich sind. Manche eignen sich wunderbar für Familien und eine gemütliche Runde, andere verlangen Kondition, Trittsicherheit und ordentliche Wanderschuhe. Gemeinsam haben sie vor allem eines: Wer Wasser, Wald, Felsen und ein bisserl Wildnis mag, bekommt hier ziemlich viel Bayerischen Wald auf einmal.

Wichtig vorab: Klammen, Schluchten und Wildwasserwege verändern sich mit Wetter und Jahreszeit. Nach Starkregen, Sturm, Schneeschmelze oder im Winter können Wege rutschig, beschädigt oder gesperrt sein. Bitte prüft deshalb vor jeder Tour die aktuellen Hinweise der jeweiligen offiziellen Tourismusstelle oder des Nationalparks.

Welche Klammen und Wildwasserwege im Bayerischen Wald stellen wir euch vor?

Damit ihr nicht erst jeden Ortsnamen googeln müsst, haben wir euch auch gleich dazugeschrieben, wo im Bayerischen Wald die jeweilige Tour liegt. So lässt sich ziemlich schnell erkennen, welcher Wasserweg vielleicht sogar direkt vor eurer Haustür wartet.

Tour Wo? Orientierung Charakter Für wen?
Buchberger Leite Freyung / Ringelai
Landkreis Freyung-Grafenau
ca. 8 km
ca. 2,5–3 Std.
Wildbach, Felsen, Hängebrücke Familien & Wanderfreunde
Steinklamm Spiegelau Spiegelau
Landkreis Freyung-Grafenau
Runde ca. 8 km
ca. 2,5 Std.
Felsschlucht, Große Ohe, Strudellöcher Wanderfreunde mit Trittsicherheit
Saußbachklamm Waldkirchen
Landkreis Freyung-Grafenau
ca. 6 km leichte Klammrunde Familien & Genusswanderer
Rißlochwasserfälle Bodenmais
Landkreis Regen
z. B. ca. 6,1 km
ca. 2:15 Std.
Wasserfälle & Bergwald aktive Familien & Wanderer
Höllbachgspreng Lindberg / Zwieslerwaldhaus
Landkreis Regen
große Tour ca. 14,9 km
ca. 5:15 Std.
steil, wild, urwaldartig geübte Wanderer
Dießensteiner Leite Perlesreut / Ilztal
Landkreis Freyung-Grafenau
Teil des Ilztalwanderwegs Wildfluss, Felsen & stille Waldlandschaft Natur- & Flusswanderer
Wildwassertal Bärnloch Wegscheid
Landkreis Passau
Rundtour ca. 6,5 km
ca. 2,5 Std.
Osterbach, Knüppelstege, Wasserfälle Familien & Entdecker

Die Angaben dienen zur Orientierung. Je nach gewähltem Einstieg, Variante und Rundweg können Länge und Gehzeit abweichen. Die verlinkten offiziellen Tourenseiten enthalten jeweils aktuelle Detailinformationen.

1. Was macht die Buchberger Leite zwischen Freyung und Ringelai so besonders?

Buchberger Leite bei Ringelai im Bayerischen Wald

Die Buchberger Leite zwischen Freyung und Ringelai gehört zu den großen Klassikern unter den Schluchtenwanderungen im Bayerischen Wald. Der Erlebniswanderweg führt auf rund acht Kilometern durch eine Landschaft aus Wildbach, Wald, Felsen und schmaleren Pfaden.

Ein Höhepunkt ist die Hängebrücke über die Wolfsteiner Ohe. Dazu kommen dunkle Gesteinsformationen, moosreiche Schluchten und immer wieder der Blick auf das Wasser. Die Leite gehört zu „Bayerns schönsten Geotopen“ und steht unter Landschaftsschutz.

Familien finden entlang des Erlebniswanderwegs Informationstafeln, die Natur und Geschichte der Region erklären. Trotzdem gilt: Das hier ist Waldweg und kein Einkaufszentrum. Wurzeln, Steine und feuchte Passagen gehören dazu. Festes Schuhwerk macht den Tag deutlich entspannter.

Offizielle Tourinfos zur Buchberger Leite

Wer nach der Tour Hunger hat oder gleich ein paar Tage im Ilztal bleiben möchte, kann einen Abstecher zum Kapellenhof bei Ringelai einplanen. Dort gibt es sowohl Übernachtungsmöglichkeiten als auch das hauseigene Wirtshaus. Für uns eine ziemlich passende Kombination: erst Wildbach, dann Wirtshaus. So kompliziert muss Tagesplanung manchmal gar nicht sein.

2. Wie wild ist die Steinklamm bei Spiegelau wirklich?

Bei der Steinklamm in Spiegelau übernimmt die Große Ohe die Geräuschkulisse. Zwischen moosbewachsenen Steinen und Felsen rauscht das Wasser durch eine wildromantische Schluchtlandschaft.

Besonders spannend sind die Spuren, die das Wasser im Gestein hinterlassen hat. Immer wieder begegnet man sogenannten Strudellöchern, die durch die Kraft der Großen Ohe über lange Zeit in das Gestein geschliffen wurden. Manche davon sind bis zu zwei Meter tief.

Eine beliebte Rundwanderung führt auf ungefähr acht Kilometern von Spiegelau durch die Steinklamm in Richtung Stausee Großarmschlag und wieder zurück. Rund 200 Höhenmeter und etwa zweieinhalb Stunden Gehzeit sind dafür eine gute Orientierung. Trittsicherheit und gutes Schuhwerk sind ausdrücklich sinnvoll.

Gerade nach feuchtem Wetter sollte man hier nicht versuchen herauszufinden, ob die glatte Sohle der Alltagssneaker vielleicht doch überraschend bergtauglich ist.

Offizielle Tourinfos zur Steinklamm
Wanderweg durch die Steinklamm in Spiegelau

Und weil nach Wasserrauschen und Waldluft irgendwann ziemlich zuverlässig der Hunger kommt: In Spiegelau bietet sich DAS PALMBERGER zum Einkehren oder Übernachten an. Zum Haus gehört das Restaurant hoamART; außerdem gibt es moderne Zimmer, einen Innenpool und Sauna. Wer aus dem Wandertag also gleich eine kleine Bayerwald-Auszeit machen möchte, muss anschließend nicht mehr besonders weit denken.

3. Ist die Saußbachklamm bei Waldkirchen auch für eine gemütlichere Wanderung geeignet?

Ja – und genau deshalb mögen wir sie. Die Saußbachklamm südlich von Waldkirchen ist eine ziemlich gute Antwort auf die Frage: „Wo bekommen wir Klammgefühl, ohne anschließend neue Wadln bestellen zu müssen?“

Die offizielle Rundtour ist rund sechs Kilometer lang und als leicht eingestuft. Vom Bereich des Tourismusbüros führt der Weg Richtung Erlenhain und Saußmühle. Dort beginnt die eigentliche, tief eingeschnittene Schluchtlandschaft.

Zwischen üppigem Grün liegen große Granitblöcke im Bachbett, während das Wasser der Erlau seinen Weg durch die Klamm sucht. Seit 1939 steht das Gebiet unter Naturschutz. Wer nicht möglichst viele Höhenmeter sammeln, sondern einfach gehen, schauen, zuhören und zwischendurch stehenbleiben möchte, ist hier ziemlich richtig.

Auch für Familien ist die Runde interessant. Trotzdem gehören wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk in den Rucksack beziehungsweise an die Füße. Direkt in der Klamm gibt es mit der Haller Alm außerdem saisonal eine Einkehrmöglichkeit – Öffnungstage vorab bitte prüfen.

Offizielle Tourinfos zur Saußbachklamm

4. Welche Wanderung führt zu den Rißlochwasserfällen in Bodenmais?

Streng genommen reden wir hier weniger über eine klassische Klamm als über eine Wasserfall- und Schluchtwanderung. Aber wenn Wasser derart schön über Felsen rauscht, wollen wir beim Woid Bladl wirklich nicht kleinlich werden. Der Woid ist schließlich kein Behördenformular.

Die Rißlochwasserfälle bei Bodenmais liegen in einer beeindruckenden Schluchtlandschaft. Mehrere Bäche vereinigen sich zum Rißbach, bevor sich das Wasser über felsiges Gelände und mehrere Kaskaden seinen Weg nach unten sucht. Besonders nach kräftigem Regen oder während der Schneeschmelze wird daraus ein ziemlich eindrucksvolles Schauspiel.

Wer eine kompakte Variante sucht, kann sich am offiziellen Rißloch-Klassiker Bo66 orientieren. Die Rundtour startet in Bodenmais beziehungsweise am Wanderparkplatz Rißloch und umfasst rund 6,1 Kilometer, 287 Höhenmeter und etwa 2 Stunden 15 Minuten Gehzeit. Nach einem zunächst bequemeren Abschnitt wird es im Bereich der Wasserfälle steiniger und wurzeliger.

Wer mehr möchte, findet rund um Bodenmais weitere Varianten, die das Rißloch mit zusätzlichen Zielen kombinieren. Die Gegend eignet sich damit sowohl für eine überschaubare Wasserfallrunde als auch für einen längeren Wandertag.

Offizielle Tourinfos zum Rißloch-Klassiker

Woid-Tipp für danach: Mitten in Bodenmais liegt Das Schmuckstück. Dort findet ihr moderne Ferienwohnungen für eine kleine oder größere Bayerwald-Auszeit. Direkt dazu gehört die Genusswelt – ziemlich praktisch für alle, die nach der Wanderung nicht sofort wieder heimfahren möchten oder deren Kuchenbedarf nach einigen Höhenmetern plötzlich erstaunlich dringend wird.

5. Für wen eignet sich die Wanderung durch das Höllbachgspreng am Falkenstein?

Schon der Name klingt ein bisschen so, als hätte der Bayerische Wald beschlossen: Jetzt wird’s ernst.

Das Höllbachgspreng unterhalb des Großen Falkensteins gehört zu den wildesten und ursprünglichsten Bereichen des Nationalparks Bayerischer Wald. Über das Höllbachtal geht es vorbei an Wasser, Felsen, Totholz und urwaldartigen Waldstrukturen hinein in ein Gelände, das deutlich alpiner wirkt als viele klassische Bayerwaldwege.

Eine große Rundtour ab Zwieslerwaldhaus führt über Höllbachschwelle und Höllbachgspreng zum Großen Falkenstein und anschließend über den Ruckowitzschachten zurück. Als Orientierung nennt der Nationalpark dafür rund 14,9 Kilometer, etwa 700 Höhenmeter und ungefähr 5 Stunden 15 Minuten Gehzeit.

Gute Kondition, festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind hier keine dekorativen Empfehlungen. Wer den Weg geht, bekommt dafür ein ziemlich intensives Stück Nationalpark. Der Wald darf hier Wald sein: umgestürzte Bäume, moosige Stämme, steile Felsbereiche und Wasserfälle gehören zum Bild. Genau dieses Nicht-Aufgeräumte macht die Gegend so besonders.

Bitte unbedingt beachten: Im Höllbachgspreng kann es insbesondere im Frühjahr aus Naturschutzgründen zu Wegsperrungen kommen, damit Wanderfalken ungestört brüten können. Eine ausgeschilderte Umleitung ist dann möglich. Vor der Tour deshalb unbedingt die aktuellen Hinweise prüfen.

Offizielle Tourinfos zum Höllbachgspreng & Falkenstein

Aktuelle Wegemeldungen und Hinweise zum Schutzgebiet findet ihr zusätzlich direkt beim Nationalpark Bayerischer Wald.

6. Warum ist die Dießensteiner Leite an der Ilz noch ein echter Entdeckertipp?

Die Dießensteiner Leite ist vielleicht weniger bekannt als Buchberger Leite oder Steinklamm – und genau das macht ihren Reiz aus. Hier übernimmt die Ilz die Hauptrolle.

Das dunkle Wasser, die großen Felsen und die bewaldeten Ufer schaffen eine ganz eigene Stimmung. Mal fließt die Ilz ruhig, dann wird sie enger, schneller und deutlich wilder. In der Dießensteiner Leite zeigt der Fluss ziemlich eindrucksvoll, welche Kraft in ihm steckt.

Besonders schön lässt sich die Gegend über den Ilztalwanderweg entdecken. Dieser begleitet den Fluss durch Schluchten, Wiesentäler und Waldlandschaften und kann in einzelnen Etappen oder über kürzere Rundwege erlebt werden.

Wer daraus einen größeren Wandertag machen möchte, findet beispielsweise zwischen Haus im Wald und der Schrottenbaummühle eine rund 17,6 Kilometer lange Etappe mit ungefähr fünf Stunden Gehzeit. Sie führt durch die Dießensteiner Leite und verbindet Wildfluss, Wald und alte Kulturlandschaft.

Für einen spontanen Sonntagnachmittag darf es natürlich auch kürzer sein. Entscheidend ist hier weniger das „Ich muss noch schnell irgendwo hoch“, sondern dieses herrliche Gefühl, ein Stück an der Ilz entlangzulaufen und irgendwann zu denken: „Do warst du no ned?“

Offizielle Infos zum Ilztalwanderweg

7. Was erwartet Familien im Wildwassertal Bärnloch bei Wegscheid?

Das Wildwassertal Bärnloch im Wegscheider Land ist genau die Sorte Ausflugsziel, bei der man sich fragt, warum man eigentlich noch nie dort war.

Der Wanderweg folgt dem wild rauschenden Osterbach, der hier zugleich die Grenze zu Österreich bildet. Über Knüppelstege geht es ganz nah ans Wasser, kleine Wasserfälle tauchen zwischen Wald und Felsen auf und Schautafeln erzählen von den früheren Sägewerken am Bach.

Die Wanderung kann unter anderem bei Monigottsöd begonnen werden. Besonders schön lässt sich das Bärnloch mit dem Eidenberger Lusen verbinden. Für diese familienfreundliche Rundtour nennt die offizielle Tourismusinformation rund 6,5 Kilometer und etwa zweieinhalb Stunden.

Das Schöne daran: Es braucht hier keinen riesigen Aussichtsturm und keine spektakuläre Inszenierung. Ein Bach, Wald, Stege, Wasserfälle und dieses kleine Geheimtipp-Gefühl reichen vollkommen.

Offizielle Infos zum Wildwassertal Bärnloch

Woid-Tipp zum Verlängern: Wer aus dem Ausflug gleich eine kleine Wellness-Auszeit machen möchte, findet im benachbarten Untergriesbach das Landrefugium Obermüller. Nach Wald, Wildwasser und Wanderstiefeln warten dort Wellness, Übernachtungsmöglichkeiten und Kulinarik. Also ungefähr die Sorte Tagesabschluss, bei der die Füße ziemlich schnell vergessen, was sie vorher leisten mussten.

Welche Klammen im Bayerischen Wald eignen sich besonders für Familien?

Zu den bekanntesten Klammen und Schluchten im Bayerischen Wald gehören die Buchberger Leite, die Steinklamm bei Spiegelau und die Saußbachklamm bei Waldkirchen. Doch auch das Bärnloch im Wegscheider Land und die Rißlochwasserfälle bei Bodenmais sind spannende Ziele, wenn Kinder gerne draußen unterwegs sind.

Wer mit Kindern eine eher überschaubare Wanderung sucht, findet mit der Saußbachklamm oder dem Bärnloch gute Kandidaten. Wasser, Stege, Felsen und kleine Entdeckungen am Weg sorgen dort meist dafür, dass die Frage „Wie weit ist es noch?“ wenigstens nicht alle dreieinhalb Minuten kommt.

Auch die Buchberger Leite ist für Familien spannend. Die acht Kilometer sollte man je nach Alter der Kinder allerdings nicht unterschätzen. Dafür sorgen Hängebrücke, Wildbach und Informationselemente unterwegs für genügend Abwechslung.

Bei der Steinklamm gehören Trittsicherheit und gutes Schuhwerk dazu. Der Weg führt stellenweise nah am Wasser entlang und über naturbelassenes Gelände.

Die Rißlochwasserfälle dürfen bereits etwas sportlicher werden, lassen sich rund um Bodenmais aber in unterschiedlichen Varianten erleben.

Das Höllbachgspreng spielt hingegen in einer anderen Liga. Hier geht es nicht um eine gemütliche Familienrunde, sondern um eine anspruchsvollere Bergwanderung durch sensibles Nationalparkgebiet.

Wo gibt es besonders schöne Wasserfallwanderungen im Bayerischen Wald?

Wer gezielt nach Wasserfällen sucht, kommt an den Rißlochwasserfällen bei Bodenmais kaum vorbei. Hier verbindet sich eine klassische Wanderung durch Bergwald mit mehreren rauschenden Kaskaden.

Auch im Höllbachtal am Großen Falkenstein warten eindrucksvolle Wasserfälle, bevor der Weg weiter ins felsige Höllbachgspreng führt.

Im Bärnloch bei Wegscheid ist das Ganze kleiner und familienfreundlicher, dafür kommt man über Stege teilweise besonders nah an das Wasser heran.

Und manchmal braucht es gar keinen ausgewiesenen großen Wasserfall. In Buchberger Leite, Steinklamm und Dießensteiner Leite ist das Zusammenspiel aus fließendem Wasser, Felsen und Schluchtlandschaft selbst das eigentliche Erlebnis.

Wann ist die beste Zeit für Klammen und Wasserfallwanderungen?

Spätsommer und Herbst sind für viele dieser Touren besonders schön. Das Licht wird weicher, der Wald färbt sich und an heißen Tagen sind Schluchten häufig angenehm kühl.

Nach Regen führen Bäche und Wasserfälle oft deutlich mehr Wasser. Dann steigt allerdings auch die Rutschgefahr auf Steinen, Wurzeln und Stegen.

Im Frühjahr können Schneeschmelze und Restschnee eine Rolle spielen. Bei einzelnen Wegen gelten außerdem saisonale Regelungen oder Naturschutz-Sperrungen. Im Winter sollte deshalb niemals automatisch davon ausgegangen werden, dass ein Weg problemlos begehbar ist.

Kurz gesagt: Mehr Wasser bedeutet häufig mehr Wow – aber eben auch mehr Vorsicht.

Was gehört für eine Wanderung durch Klamm oder Schlucht in den Rucksack?

Das Wichtigste steht meistens schon an den Füßen: festes Schuhwerk mit vernünftigem Profil. Gerade feuchtes Gestein und Wurzeln können erstaunlich schnell erklären, warum Wanderschuhe erfunden wurden.

Dazu gehören wetterangepasste Kleidung, etwas zu trinken und – je nach Tour – eine Brotzeit. In Schluchten ist es häufig kühler als im offenen Gelände. Eine leichte Jacke kann deshalb selbst an warmen Tagen angenehm sein.

Mit Kindern würden wir außerdem grundsätzlich etwas mehr Zeit einplanen als die offizielle reine Gehzeit vermuten lässt. Wasser, Stöcke, Steine, Brücken und Käfer verfügen bei Kindern erfahrungsgemäß über eine sehr viel stärkere Anziehungskraft als das Wort „Wanderziel“.

Unser Fazit: Warum sich diese sieben Wasserwege im Bayerischen Wald lohnen

Sieben Wasserwege, sieben ziemlich gute Gründe zum Rausgehen – und sieben brauchbare Ausreden gegen Sofa, Bildschirm und „Eigentlich müsst ma mal wieder …“.

Der Bayerische Wald kann sanft, aussichtsreich und gemütlich. An diesen Orten zeigt er aber noch eine andere Seite. Er kann rauschen, sprudeln, tosen, glitzern und ein bisserl wild sein.

Und wahrscheinlich ist genau das der Grund, warum solche Wege hängen bleiben. Man erinnert sich vielleicht nicht mehr an jede Wegmarkierung. Aber an das Geräusch des Wassers, den Geruch des feuchten Waldes, die Felsen und diesen einen Moment auf der Brücke ziemlich sicher.

Wer nach der siebten Tour immer noch nicht genug hat: Keine Sorge. Der Woid ist groß. Wasser gibt’s genug. Und trockene Socken hoffentlich auch.

Ihr habt eigene Bilder von diesen Orten?
Wir möchten diesen Onlineartikel gerne Stück für Stück weiterwachsen lassen. Wenn ihr ein schönes Bild von einer der Klammen, Leiten oder Wasserfallwanderungen habt und es uns zur Veröffentlichung zur Verfügung stellen möchtet, schreibt uns gerne an servus@woid-bladl.de. Fotografennennung und – wenn gewünscht – Verlinkung inklusive.

Transparenz: Dieser Beitrag ist ein freier redaktioneller Artikel des Woid Bladl. Er wurde nicht von einer Tourismusregion oder einem der vorgestellten Ausflugsziele beauftragt oder bezahlt.

Bei unseren Einkehr- und Übernachtungstipps erwähnen wir bewusst auch Betriebe, mit denen wir bereits zusammengearbeitet haben oder die das Woid Bladl begleiten. Gerade ehemalige und bestehende Kooperationspartner aus Gastronomie und Beherbergung empfehlen wir gerne dort, wo sie für die jeweilige Tour geografisch und inhaltlich gut passen. Für die Nennung innerhalb dieses freien redaktionellen Artikels wurde keine separate Vergütung vereinbart.

Text & Bilder: Corinna Danner / Woid Bladl