Baumwipfelpfad Bayerischer Wald & Tier-Freigelände Neuschönau: Unser Familientag zwischen Baumkronen und wilden Tieren

Ausflugsziele, Einkehr & Genuss, Familienausflug, Finsterau

Einmal auf Augenhöhe mit den Baumkronen – und danach noch bei Elch, Wolf und Co. vorbeischauen? Genau so sah einer unserer Urlaubstage während unseres mehrtägigen Aufenthalts rund um Finsterau und Mauth aus.

Unser Wohnmobil durfte an diesem Morgen ganz entspannt stehen bleiben. Wir nahmen den Igelbus und ließen uns zum Nationalparkzentrum Lusen bei Neuschönau bringen. Für uns als Familie ziemlich praktisch: keine Parkplatzsuche, kein Auto umsetzen und für die Kinder war die Busfahrt ohnehin schon fast der erste Programmpunkt des Tages.

Unser erstes Ziel: der Baumwipfelpfad Bayerischer Wald. Und bereits nach den ersten Metern war klar, dass das hier deutlich mehr wird als ein Spaziergang auf Stelzen.

Weg auf dem Baumwipfelpfad Bayerischer Wald in Neuschönau

Was erwartet Familien auf dem Baumwipfelpfad Bayerischer Wald?

Wer mit Kindern unterwegs ist, kennt die wichtigste Frage bei jedem Ausflug: Wie lange dauert es, bis zum ersten Mal „Wie weit ist es noch?“ kommt?

Hier hatten wir erstaunlich gute Karten. Denn der Weg nach oben ist nicht einfach nur ein Holzsteg durch die Baumkronen. Immer wieder warten kleine Stationen, Wissen, Bewegung und neue Dinge zum Ausprobieren.

Bei unserem Besuch gab es außerdem eine kleine Mitmachaktion. Unsere beiden Kinder durften sich eigene Holzketten bemalen. Für sie war das ein kleines Extra-Highlight und am Ende sogar ein selbst gemachtes Erinnerungsstück für zu Hause.

Und wir Eltern? Konnten uns tatsächlich kurz hinsetzen, durchschnaufen, die Aussicht genießen und dabei zuschauen, wie erstaunlich konzentriert Kinder plötzlich werden können, wenn Farbe und Holz im Spiel sind.

Kinder-Mitmachaktion am Baumwipfelpfad Bayerischer Wald

Wie hält man Kinder auf 1.300 Metern Baumwipfelpfad bei Laune?

Mit ziemlich viel Raffinesse.

Entlang des insgesamt rund 1.300 Meter langen Baumwipfelpfads ist jede Menge Wissen versteckt – aber eben so, dass es nicht nach Schulbuch aussieht. Kindgerechte Infotafeln und Lernstationen erklären spielerisch, was im Bergmischwald lebt, wächst und passiert.

Dazwischen warten immer wieder Balancier- und Geschicklichkeitsstationen. Und die hatten bei unseren beiden Qualitätsprüferinnen natürlich deutlich höhere Priorität als der normale Weg.

Ein bisschen Nervenkitzel gehört dazu. Denn wer über Balken, Netze und Wackelelemente läuft, sieht teilweise ziemlich weit nach unten. Keine Sorge: Alles ist entsprechend gesichert. Aber der Kopf weiß natürlich trotzdem sehr genau, dass man gerade nicht zehn Zentimeter über dem heimischen Teppichboden balanciert.

Unser Urteil: ziemlich ideal für kleine und große Abenteurer von 1 bis 99.

Wie fühlt sich Wald plötzlich zwanzig Meter über dem Boden an?

Was mir persönlich besonders gut gefallen hat, war die abwechslungsreiche Gestaltung des Weges. Hinter der nächsten Kurve wartet eigentlich immer wieder etwas Neues.

Da gibt es kleine Figuren und Details zwischen den Baumspitzen, Aussichtspunkte, Erlebnisstationen – und dann diese große Gitterliege auf der Waldinsel.

Oder anders gesagt: eine Art Hängematte sehr, sehr weit über dem Boden.

Das Netz wirkt ausgesprochen vertrauenswürdig. Trotzdem benötigt mein Kopf offenbar eine kurze betriebsinterne Sicherheitsbesprechung, bevor der restliche Körper bereit ist, sich dort einfach hineinzulegen. Wer den Mut zusammennimmt, liegt anschließend tatsächlich mitten zwischen den Baumkronen und schaut durch das Netz weit nach unten.

Ziemlich cool. Ein kleines bisschen gruselig. Und genau deshalb natürlich ausprobierenswert.

Unser Tipp für Romantiker: Wer den Baumwipfelpfad einmal in einer ganz anderen Stimmung erleben möchte, kann über die Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald auch besondere Führungen buchen. Dazu gehört beispielsweise die geführte Tour zum Sonnenuntergang auf dem Baumwipfelpfad.
Blick aus den Baumkronen am Baumwipfelpfad im Nationalpark Bayerischer Wald

Wie hoch ist das berühmte Baumei in Neuschönau?

Dann ging es für uns weiter zu dem Bauwerk, das man vermutlich schon erkennt, bevor man seinen Namen gelesen hat: dem berühmten Baumei.

Der eiförmige Aussichtsturm ist 44 Meter hoch. Im Inneren schraubt sich der Weg auf einem rund 520 Meter langen Steg immer weiter nach oben. Das Besondere: Der Turm wurde um eine Gruppe alter Tannen und Buchen herum gebaut. Runde für Runde verändert sich dadurch der Blick auf die Bäume und den Wald.

Der eigentliche Baumwipfelpfad verläuft etwa 8 bis 25 Meter über dem Waldboden. Bis zum Baumei sind es rund 780 Meter; zusammen mit dem Weg im Turm ergibt sich die Gesamtlänge von etwa 1.300 Metern.

Und obwohl man am Ende ziemlich weit oben steht, geht es erstaunlich gemütlich hinauf. Die maximale Steigung liegt bei sechs Prozent. Dadurch ist der Baumwipfelpfad inklusive Turm barrierearm gestaltet und auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl nutzbar.

Das 44 Meter hohe Baumei am Baumwipfelpfad Bayerischer Wald
1.300 Meter Gesamtlänge des Baumwipfelpfads
8–25 Meter über dem Waldboden führt der Pfad
44 Meter hoch ist das berühmte Baumei

Oben angekommen reicht der Blick über die Wälder des Nationalparks, Richtung Rachel und Lusen und weit hinein in den Bayerischen und Böhmischen Wald. Bei besonders klarer Sicht kann man sogar bis zum nördlichen Alpenhauptkamm schauen.

Uns hat aber fast genauso begeistert, was unterwegs passiert. Man steht plötzlich nicht mehr unter einem Baum und schaut hinauf. Man befindet sich mitten zwischen den Baumkronen. Äste, Blätter, Rinde, kleine Bewegungen im Grün – viele Dinge sieht man aus dieser Perspektive noch einmal völlig anders.

Wer sich etwas Zeit nimmt und nicht einfach nur Richtung Aussichtsturm marschiert, entdeckt auch immer wieder Vögel zwischen den Baumspitzen. Und ganz unabhängig davon bleibt dieses leicht unwirkliche Gefühl: Der Waldboden ist plötzlich ziemlich weit weg.

Übrigens gibt es ähnliche Baumwipfelpfade der Erlebnis Akademie auch an anderen Orten. Wer nach Neuschönau auf den Geschmack gekommen ist, kann beispielsweise auch den Baumwipfelpfad Schwarzwald in Bad Wildbad oder den Baumwipfelpfad Saarschleife entdecken.

Was gibt es im Hans-Eisenmann-Haus zu entdecken?

Wer den Baumwipfelpfad verlässt, steht praktisch schon vor dem nächsten Programmpunkt: dem Hans-Eisenmann-Haus, dem Besucherzentrum des Nationalparks am Nationalparkzentrum Lusen.

Und auch wenn man nach 1.300 Metern Baumwipfelpfad theoretisch sagen könnte: „So Kinder, jetzt schauen wir uns noch eine Ausstellung an“, muss hier niemand mit dramatischem Motivationsverlust rechnen.

Die Dauerausstellung beschäftigt sich mit dem Nationalpark, dem Wald und der Beziehung zwischen Mensch und Natur. Sie ist modern, interaktiv und so gestaltet, dass Erwachsene Informationen bekommen, während Kinder an vielen Stellen selbst entdecken können.

Für jüngere Besucher gibt es außerdem eine eigene Kinderlinie mit Hörstationen, eine Rallye und am Ende die Waldwerkstatt. Dort wartet eine Miniatur-Nachbildung des Lusen, auf der geklettert, gekraxelt und ziemlich ernsthaft „Bergsteigen“ geübt werden kann.

Spätestens dort war die Ausstellung für unsere Kinder endgültig offiziell genehmigt.

Hans-Eisenmann-Haus im Nationalparkzentrum Lusen bei Neuschönau

Nach Baumwipfelpfad und Ausstellung hatten wir uns eine Pause dann ziemlich redlich verdient. Direkt vor Ort gibt es mehrere Möglichkeiten zur Einkehr. Wir sind ebenfalls noch sitzen geblieben – und waren besonders von der bunten Auswahl, den fairen Preisen und der Kuchen- und Tortentheke angetan.

Und weil ein schöner Ausflug für mich nicht nur aus Sehenswürdigkeiten besteht: Das Personal war bei unserem Besuch ausgesprochen freundlich. So etwas bleibt bei mir mindestens genauso hängen wie die Größe eines Aussichtsturms.

Welche Tiere kann man im Tier-Freigelände Neuschönau sehen?

Gut gestärkt machten wir uns anschließend auf Richtung Tier-Freigelände Neuschönau. Und spätestens beim Blick auf die Übersichtskarte merkt man: Das hier ist kein kleiner Rundgang, bei dem man in zwanzig Minuten einmal an allen Gehegen vorbeispaziert.

Übersichtskarte Tier-Freigelände Neuschönau im Nationalparkzentrum Lusen

Das Tier-Freigelände erstreckt sich über mehr als 200 Hektar. Rund 40 Säugetier- und Vogelarten können hier beobachtet werden – darunter Tiere, die im Bayerischen Wald heimisch sind oder früher heimisch waren.

Dazu gehören unter anderem Luchs, Wolf, Braunbär, Wisent, Elch, Fischotter, Auerhuhn und Habichtskauz. Hinzu kommen weitere heimische Tierarten sowie eine eigene Reptilienanlage, in der unter anderem Kreuzotter, Ringelnatter und Waldeidechse gezeigt werden.

Der komplette Rundweg ist etwa sieben Kilometer lang. Wer alles erkunden und sich wirklich Zeit zum Beobachten nehmen möchte, sollte ungefähr drei bis vier Stunden einplanen. Es gibt allerdings verschiedene Abkürzungen. Das fanden wir mit Kindern ausgesprochen praktisch: Man kann den Tag ziemlich gut an Motivation, Wetter und persönliche Lieblingstiere anpassen.

Holzbohlenweg durch den wilden Wald im Tier-Freigelände Neuschönau

Die ersten Meter führten uns über Holzbohlen mitten hinein in diesen wunderbar wilden Wald. Und genau deshalb würde ich hier lieber etwas mehr Zeit einplanen als zu wenig.

Man läuft nicht einfach von Tier A zu Tier B. Dazwischen liegen Wald, alte Bäume, Totholz, kleine Beobachtungen und immer wieder Stellen, an denen man automatisch langsamer wird.

Mit Waldführer noch genauer hinschauen: Rund um das Tier-Freigelände werden regelmäßig geführte Touren angeboten. Dazu gehört beispielsweise „Zu Luchs, Wolf und Elch“. Viele Angebote des Nationalparks sind kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist je nach Führung erforderlich.

Was war für unsere Kinder im Tier-Freigelände besonders spannend?

Unser erster längerer Stopp galt dem Auerhuhn. Und wir hatten perfektes Timing: Direkt vor uns wurde gerade gefüttert.

Damit war natürlich jede weitere Erwachsenenunterhaltung für die nächsten Minuten offiziell eingestellt. Unsere Kinder standen da, beobachteten ziemlich genau, was gefressen wurde, wie sich die Tiere bewegten und hatten – wie so oft in diesen Tagen – ungefähr zwölf neue Fragen pro Minute.

Danach ging es weiter durch jede Menge Waldwildnis. Und manchmal war gar kein Tiergehege nötig, damit wir stehen blieben.

Dieser Baum zum Beispiel sah aus, als hätten Spechte, Pilze, Wetter und Zeit gemeinsam beschlossen, daraus ein kleines Naturkunstwerk zu machen. Genau solche Stellen mag ich im Nationalpark besonders. Nichts muss hübsch aufgeräumt aussehen. Ein alter Baum darf alt sein. Totholz darf liegen. Pilze dürfen übernehmen. Und plötzlich erzählt ein einziger Stamm fast mehr über Wald als so manche Infotafel.

Alter Baum mit Spechtspuren und Baumpilzen im Nationalpark Bayerischer Wald

Warum hat uns ausgerechnet das Elchgehege so begeistert?

Nach einem erstaunlich motivierten und weitgehend barrierearmen Fußmarsch kamen wir schließlich zu unserem persönlichen Highlight: den Elchen.

Wobei „Gehege“ eigentlich fast das falsche Wort dafür ist.

Das Areal ist riesig. Waldflächen, Wasser und jede Menge Platz liegen vor einem – und ziemlich schnell wird klar: Wenn Familie Elch heute keine Lust auf Fotosession hat, dann hat Familie Elch eben keine Lust auf Fotosession.

Dann sieht man sie möglicherweise schlicht nicht.

Und genau das fand ich so angenehm.

Ich persönlich bekomme bei klassischen Zoobesuchen schnell ein beklemmendes Gefühl, wenn große Tiere in vergleichsweise kleinen oder sehr künstlich wirkenden Anlagen leben. Hier hatte ich dieses Gefühl nicht. Die Tiere verfügen über große, naturnah gestaltete Bereiche und über Rückzugsmöglichkeiten. Sie müssen nicht direkt am Zaun stehen, damit wir Menschen zufrieden nach Hause fahren.

Die Besucher werden dadurch ein bisschen zu Spurensuchern. Schauen. Warten. Noch einmal schauen. Da hinten bewegt sich etwas. War das ein Ast? Nein. Ein Ohr. Und plötzlich steht dort tatsächlich ein Elch.

Bei uns kam sogar noch ein tapsiges Elchkalb dazu. Damit war die Abstimmung über das Tageshighlight ziemlich schnell beendet.

Gibt es im Tier-Freigelände auch Schlangen und Reptilien?

Nach noch mehr Wald, noch mehr Wegen, noch mehr Tieren und Kindern, die zu unserer Überraschung weiterhin erstaunlich motiviert waren, landeten wir schließlich bei der Reptilienanlage.

Dort kann man heimische Arten wie Kreuzotter, Ringelnatter und Waldeidechse aus nächster Nähe kennenlernen. Gerade bei Tieren, denen man im Wald lieber nicht völlig ahnungslos gegenübersteht, finde ich solche Bereiche besonders spannend.

Unsere Runde näherte sich hier langsam dem Ende. Was nach Baumwipfelpfad, Ausstellung und mehreren Kilometern Tier-Freigelände allerdings auch völlig in Ordnung war.

Zwischen Wald, Wölfen und kleinen Wundern: Tanja Wölfl

Und dann möchte ich euch noch jemanden vorstellen, deren Bilder für mich ganz wunderbar zu diesem Ort passen: Tanja Wölfl.

Tanja ist leidenschaftliche Hobbyfotografin. Am liebsten ist sie draußen im Woid unterwegs – gemeinsam mit ihren beiden Hunden und natürlich mit der Kamera im Gepäck.

Die Natur ist für sie nicht einfach irgendeine schöne Kulisse. Sie ist ein Stück Zuhause. Ein Ort zum Abschalten, Beobachten und Entdecken.

Besonders liebt Tanja die Makrofotografie: winzige Insekten, Tautropfen auf Blättern, Strukturen einer Blüte oder besondere Lichtstimmungen im Wald. Dinge, an denen wir im Vorbeigehen vielleicht achtlos vorbeilaufen würden, werden durch ihre Kamera plötzlich zum Hauptdarsteller.

Ihr fotografisches Zuhause ist vor allem der Nationalpark Bayerischer Wald. Und ganz besonders zieht es sie immer wieder ins Tier-Freigelände Neuschönau.

Ihre persönlichen Favoriten?

Die Wölfe.

Ihre Ausstrahlung, ihr Verhalten und diese faszinierende Mischung aus Nähe und Wildheit begeistern sie immer wieder aufs Neue.

Tanja versucht mit ihrer Kamera nicht einfach nur Tiere abzubilden. Sie möchte Momente bewahren, Geschichten erzählen und die Natur so zeigen, wie sie sie selbst erlebt: ursprünglich, wild, ruhig und voller kleiner Wunder.

Und einige ihrer Aufnahmen haben mich persönlich so berührt, dass ich sie euch hier unbedingt zeigen wollte.

Braunbär fotografiert von Tanja Wölfl
Foto: Tanja Wölfl
Fotos: Tanja Wölfl
Luchs fotografiert von Tanja Wölfl
Foto: Tanja Wölfl
Fotos: Tanja Wölfl

Wenn euch ihre Bilder genauso gut gefallen wie mir, dann schaut unbedingt einmal bei ihr vorbei – und lasst ihr gerne ein Herz da:

Und falls ihr selbst gerne mit der Kamera unterwegs seid und euch einmal an wilden Tieren versuchen möchtet: Ihr wisst jetzt, wo sich dafür eine ziemlich wunderbare Gelegenheit bietet.

Nur vielleicht ein bisschen mehr Zeit mitbringen.

Die Tiere richten ihren Terminkalender nämlich erfreulicherweise nicht nach unserem.

Lohnt sich Baumwipfelpfad und Tier-Freigelände als Familienausflug?

Für uns war es ein richtig schöner Urlaubstag im Bayerischen Wald – einer von diesen Tagen, an denen erstaunlich viel zusammenpasst.

Erst standen wir weit über dem Waldboden mitten zwischen den Baumkronen. Dann wurde geklettert, balanciert, gemalt, entdeckt und im Hans-Eisenmann-Haus sogar ein bisschen „berggestiegen“. Nach einer ordentlichen Stärkung ging es weiter durch wilden Wald, vorbei an Auerhühnern, Elchen, Reptilien und vielen anderen Bewohnern des Nationalparks.

Und am Ende hatten wir tatsächlich das Gefühl, an einem einzigen Tag den Baumkronen und wilden Tieren so nah gekommen zu sein wie sonst nur selten.

Mein wichtigster Tipp wäre deshalb: Plant nicht zu knapp.

Der Baumwipfelpfad allein ist schon ein eigenes Erlebnis. Das Tier-Freigelände ist kein Anhängsel, das man in einer halben Stunde noch schnell „mitmacht“. Und dazwischen liegt mit dem Hans-Eisenmann-Haus ebenfalls ein Ort, an dem man mit Kindern problemlos länger hängen bleiben kann als gedacht.

Wer die komplette Runde im Tier-Freigelände gehen möchte, sollte mehrere Stunden einplanen. Der Eintritt ins Tier-Freigelände selbst ist übrigens kostenlos. Der Baumwipfelpfad ist kostenpflichtig; aktuelle Preise und Öffnungszeiten findet ihr direkt beim Betreiber.

Baumwipfelpfad etwa 1,5–2 Stunden einplanen
Tier-Freigelände kompletter Rundweg rund 7 km
Eintritt Tier-Freigelände kostenlos und ganzjährig zugänglich
Noch praktisch zu wissen:
Baumwipfelpfad und Aussichtsturm sind barrierearm gestaltet und auch mit Kinderwagen befahrbar. Hunde dürfen nicht mit auf den Baumwipfelpfad; am Gelände stehen kostenlose Hundeboxen zur Verfügung. Im Tier-Freigelände dürfen Hunde grundsätzlich mitgeführt werden, einzelne begehbare Tierbereiche sind davon ausgenommen. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, steigt direkt an der Haltestelle „Nationalparkzentrum Lusen“ aus. Urlaubsgäste mit GUTi können viele Bus- und Bahnverbindungen in der Nationalparkregion kostenlos nutzen.

Noch mehr aus unserer Reise rund um Finsterau & Mauth

Und falls ihr jetzt glaubt, damit wäre die Region durchgespielt: leider nein. Oder zum Glück.

Während unseres mehrtägigen Aufenthalts haben wir noch deutlich mehr entdeckt. Denn diese Ecke des Bayerischen Waldes ist für mich genau das Gegenteil eines klassischen „Wir fahren hin, schauen uns eine Sache an und fahren wieder heim“-Ziels.

Hier kann man problemlos mehrere Tage füllen – mit Kindern, ohne Kinder, mit Oma und Opa oder einfach mit allen zusammen.

Transparenz: Dieser Beitrag entstand im Rahmen einer bezahlten Auftragsarbeit der Erlebnis Akademie AG in Bad Kötzting. Unsere beschriebenen Eindrücke stammen aus unserem eigenen mehrtägigen Aufenthalt und unserem persönlichen Besuch im Nationalparkzentrum Lusen. Der Baumwipfelpfad Bayerischer Wald hat unsere Recherche vor Ort unterstützt. Unsere Meinung und unsere persönlichen Eindrücke bleiben davon unberührt.

Text & Bilder, sofern nicht anders gekennzeichnet: Corinna Danner / Woid Bladl.
Tierfotografien im Abschnitt über Tanja Wölfl: Tanja Wölfl.