Es gibt Radtouren, bei denen man am Ende denkt: Schön war's. Und dann gibt es Radtouren, bei denen man schon unterwegs ziemlich sicher weiß: Die fahren wir noch einmal.
Die Finsterautour bei Mauth und Finsterau gehört für uns ganz eindeutig zur zweiten Kategorie. 12,6 Kilometer durch Wälder, vorbei an Bächen, über wunderbar zu fahrende Forstwege und als großes Highlight mitten hinein zur historischen Hammerklause.
Wir sind die Tour während unserer mehrtägigen Recherche in der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald gefahren – und nehmen das Fazit ausnahmsweise gleich vorweg: Macht diese Tour.
Wie lang ist die Finsterautour bei Mauth?
Die offizielle Finsterautour ist ein 12,6 Kilometer langer Rundweg. Die Ferienregion gibt 233 Höhenmeter an und stuft die Strecke als mittelschwer ein. Offizieller Start- und Zielpunkt ist das Ski- und Sportzentrum Finsterau.
Von dort führt die Route über die Buchwaldstraße und den Schwellgraben zur Hammerklause und anschließend wieder zurück Richtung Finsterau.
Länge: 12,6 km
Höhenmeter: 233 hm
Schwierigkeit: mittel
Offizieller Start: Ski- und Sportzentrum Finsterau
Markierung: Radfahrer auf grünem Hintergrund mit gelbem Balken
Untergrund: Asphalt, Schotter und naturbelassene Forstwege
Welcher Beschilderung muss man folgen?
Achtet unterwegs auf den Radfahrer auf grünem Hintergrund mit gelbem Balken. Je nach Licht wirkt der Streifen auf den Schildern fast ein wenig orange – offiziell wird er jedoch als gelber Balken angegeben.
Wer die Route vorab genau anschauen, Höhenprofil und Streckenverlauf prüfen oder die offiziellen Tourendaten abrufen möchte, findet alles direkt bei der Ferienregion.
Finsterautour ansehenWo sind wir in die Finsterautour eingestiegen?
Wir selbst haben nicht am offiziellen Startpunkt begonnen, sondern direkt bei unserem Campingplatz am Wistlberg.
Während unserer Recherche haben wir im Anderswo Camp in Finsterau übernachtet. Von dort konnten wir direkt mit den Rädern losfahren und uns in die Runde einklinken. Genau diese Lage war für uns während der Tage dort Gold wert: Wohnmobiltür auf, Fahrrad raus – und wenige Minuten später steckt man mitten im Bayerischen Wald.
Und schon auf den ersten Kilometern kam dieses sehr angenehme Gefühl auf, das uns eigentlich die komplette Tour begleitet hat: Wow. Wie schön ist es hier eigentlich?
Wie sind die Radwege auf der Finsterautour?
Bei unserem Besuch waren die Wege in einem hervorragenden Zustand. Ein großer Teil der Runde führt über breite Schotter- und Forstwege, dazwischen kommen asphaltierte Abschnitte hinzu.
Das Höhenprofil empfanden wir als angenehm. Natürlich geht es im Bayerischen Wald nicht zwölf Kilometer lang völlig eben dahin, aber die Strecke hat für uns genau das richtige Maß zwischen „Da passiert schon etwas in den Beinen“ und „Warum tue ich mir das eigentlich an?“.
Die Ferienregion stuft die Tour offiziell als mittelschwer ein. Für geübte Freizeitfahrer ist sie aus unserer Sicht auch ohne E-Bike gut machbar. Wer allerdings – so wie ich – noch einen gut gefüllten Kinderanhänger hinter sich herzieht, wird über etwas elektrische Unterstützung an der einen oder anderen Stelle vermutlich nicht böse sein.
Wegen der geschotterten Passagen würde ich ein Rad mit etwas mehr Reifenprofil empfehlen. Mit einem Trekkingrad, Gravelbike, Mountainbike oder E-Bike ist man hier deutlich entspannter unterwegs als mit dem Rennrad auf hauchdünnen Reifen.
Warum ist die Hammerklause das Highlight der Finsterautour?
Und dann kommt sie.
Mitten im Wald öffnet sich plötzlich die Landschaft und vor einem liegt die Hammerklause. Wasser, Wald, eine kleine Hütte – und bei unserem Besuch so viel Ruhe, dass wir dort erst einmal eine ganze Weile geblieben sind.
Vielleicht war es das Licht. Vielleicht die Tatsache, dass wir dort nahezu alleine waren. Vielleicht aber auch einfach diese Mischung aus Geschichte und Landschaft.
Für uns war die Hammerklause jedenfalls der Moment, an dem aus einer ohnehin schönen Radtour eine wurde, von der wir noch ziemlich lange gesprochen haben.
Wofür wurde die Hammerklause früher genutzt?
Die friedliche Wasserfläche hatte früher einen ziemlich praktischen Zweck. Klausen sind künstlich aufgestaute Gewässer, die im Bayerischen Wald für die sogenannte Holztrift genutzt wurden.
Das geschlagene Holz wurde in den Bach unterhalb der Klause gebracht. Anschließend öffnete man das Wehr und erzeugte mit dem aufgestauten Wasser einen kräftigen Wasserschwall. Auf diese Weise konnte das Holz talwärts transportiert werden.
Die Hammerklause entstand im 19. Jahrhundert durch die Aufstauung des Teufelsbachs. Heute braucht niemand mehr auf den großen Wasserschwall zu warten. Statt Holztransport wartet hier vor allem eines: ein ziemlich wunderbarer Platz zum Sitzenbleiben.
Eine kleine Hütte mitten im Wald
Direkt an der Hammerklause steht eine kleine, liebevoll gepflegte Hütte. Sie wird von der Sektion Mauth des Bayerischen Wald-Vereins betreut.
Solche Einrichtungen wirken unterwegs ganz selbstverständlich – sind es aber nicht. Dahinter stehen Menschen, die sich ehrenamtlich um Wege, Rastmöglichkeiten, Natur und die regionale Kultur kümmern.
Und spätestens wenn man selbst mit Brotzeit auf der Bank sitzt, merkt man ziemlich schnell, wie wertvoll genau dieses Engagement für alle ist, die hier wandern, radeln und ihre Zeit draußen verbringen.
Kann man an der Hammerklause Brotzeit machen?
Und wie.
Bei der Hütte gibt es Tisch und Bank und damit eigentlich alles, was es für eine ordentliche Radlbrotzeit braucht. Wir haben uns hingesetzt, gegessen, gespielt und einfach eine Zeit lang nichts weiter vorgehabt.
Solche Plätze sind für uns inzwischen mindestens genauso wichtig wie der eigentliche Kilometerstand am Ende einer Tour.
Eine Bitte, bevor ihr wieder aufs Rad steigt
Dieser Abschnitt liegt uns wirklich am Herzen.
Bitte nehmt alles wieder mit, was ihr mitgebracht habt. Verpackungen, Taschentücher, Flaschen, Brotzeittüten – einfach alles. Und wenn auf dem Weg eine Verpackung oder ein Stück Müll vom Besucher vor euch liegt: Vielleicht passt es auch noch in eure Tasche.
Nicht, weil wir für andere aufräumen müssten. Sondern weil es in unserer Hand liegt, Orte wie diesen als das zu behandeln, was sie sind: ein Schatz.
Wenn jeder nicht nur darauf achtet, nichts zu hinterlassen, sondern hin und wieder sogar ein fremdes Stück Müll mitnimmt, ist am Ende vielleicht ein bisschen weniger da als vorher.
Lasst uns da wirklich an einem Strang ziehen. Damit die Hammerklause und all die anderen stillen Plätze im Bayerischen Wald auch für die Menschen nach uns noch genauso aussehen.
Wie verläuft der letzte Teil der Finsterautour?
Nach der Hammerklause verändert sich die Tour noch einmal. Ein Teil der Strecke führt anschließend über asphaltierte, bei unserem Besuch kaum befahrene Straßen.
Nach den langen Waldpassagen öffnet sich dabei immer wieder die Landschaft und plötzlich bekommt man diesen herrlichen Weitblick, für den man im Bayerischen Wald eigentlich ständig irgendwo stehen bleiben möchte.
Das macht die Runde auch landschaftlich so abwechslungsreich: Wald, Bach, Schotterwege, die stille Hammerklause, kleine Straßen und zwischendurch immer wieder freie Sicht.
Welche weiteren Radtouren gibt es rund um Mauth und Finsterau?
Wer sich einmal die Tourenkarte rund um Mauth und Finsterau anschaut, versteht ziemlich schnell unser Problem während dieser Reise: Man kann hier gar nicht alles auf einmal machen.
Die Region bietet eine enorme Auswahl an Radwegen – von kürzeren Runden bis zu deutlich längeren Touren, die bis an die tschechische Grenze und in den benachbarten Nationalpark Šumava führen.
Die Finsterautour ist dabei ein wunderbarer Einstieg, weil sie überschaubar lang ist und trotzdem sehr viel Landschaft bietet.
Weitere Radtouren entdeckenWo kann man für die Finsterautour parken?
Der offizielle Startpunkt liegt am Ski- und Sportzentrum Finsterau. Dort stehen Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Bitte beachtet, dass für den Parkplatz Gebühren anfallen können.
Wer in der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald übernachtet, kann von seinem Gastgeber eine kostenlose Parkkarte erhalten. Diese ist auch am Parkplatz beim Start der Finsterautour am Ski- und Sportzentrum Finsterau gültig. Fragt am besten direkt bei eurem Gastgeber danach.
Je nachdem, welche Tour oder Kombination ihr plant, findet ihr außerdem Parkmöglichkeiten rund um das Naturerlebnis Wistlberg sowie in Mauth in der Nähe des Naturbadesees.
Und gerade letzterer hat nach einer Rad- oder Wandertour einen ziemlich überzeugenden Vorteil: kaltes Wasser.
Lohnt sich der Naturbadesee Mauth nach der Radtour?
Nach einem langen Tag kann man dort wunderbar noch die Füße ins Wasser hängen. Und ja: Das Wasser sah an unserem Besuchstag fast tiefschwarz aus und fühlte sich ungefähr so warm an, wie dieses Bild vermuten lässt.
Aber nach vielen Kilometern in den Beinen? Herrlich.
Rund um Mauth findet ihr außerdem mehrere Möglichkeiten, euch vor oder nach der Tour zu versorgen. Im Ort gibt es unter anderem Bäcker, Metzger und einen kleinen Supermarkt für Brotzeit und Streckenverpflegung sowie verschiedene Einkehrmöglichkeiten.
Also bitte nicht mit einem halben Müsliriegel und drei Schluck Wasser in den Bayerischen Wald aufbrechen. Eine ordentliche Brotzeit hat schließlich noch keiner Radtour geschadet.
Warum sollte man auch als Ortskundiger in die Touristinfo gehen?
Noch ein Tipp, den wir nach unseren Tagen in der Region wirklich jedem geben würden: Geht in die Touristinfo.
Auch wenn ihr aus Niederbayern kommt. Auch wenn ihr meint, ihr kennt den Bayerischen Wald. Und ganz besonders dann, wenn ihr nur ungefähr wisst, worauf ihr an diesem Tag eigentlich Lust habt.
Wir haben in den Touristinfos der Region immer sehr sympathische Menschen getroffen, die nicht einfach einen Prospekt über den Tresen geschoben haben, sondern wirklich zugehört haben: Sind Kinder dabei? Wie weit wollen wir gehen? Darf es anstrengend sein? Brauchen wir etwas Kinderwagentaugliches? Wollen wir Tiere, Aussicht, Wasser, Wald oder einfach irgendwo einen richtig guten Kuchen?
Daraus entstanden einige der besten Tipps unseres Aufenthalts.
Die Tourist-Information Mauth ist deshalb für uns keine Stelle, die man nur aufsucht, wenn man gar keinen Plan hat. Sie ist eher der Abkürzer zu den Menschen, die ihre Region wirklich kennen.
Und falls in eurer Reisegruppe die Bedürfnisse sehr weit auseinandergehen: Für wunderschöne Familienwanderungen findet sich fast immer etwas. Für ungeliebte Familienanhängsel haben wir in der Region sicherlich auch irgendwo eine steile One-Way-Sackgasse mit stabilem Funkloch.
Da ist wirklich für alle was dabei.
Welche geführten Erlebnisse kann man in der Ferienregion buchen?
Wer die Region nicht nur auf eigene Faust entdecken möchte, sollte außerdem einen Blick in das Erlebnisangebot der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald werfen.
Gerade in einer Landschaft, in der so viel Natur, Geschichte und grenzüberschreitende Kultur zusammenkommen, kann eine geführte Tour noch einmal eine völlig andere Ebene eröffnen.
Ranger, Naturführer und regionale Experten sehen Dinge, an denen wir alleine möglicherweise einfach vorbeiradeln würden. Und spätestens wenn Kinder anfangen, Fragen über Tiere, Pflanzen, Moore, Bäume und irgendwelche Spuren am Wegesrand zu stellen, ist es ausgesprochen angenehm, wenn jemand dabei ist, der mehr antworten kann als: „Ähm … schaut aus wie vom Reh.“
Nicht nur Radfahren: Erlebnisse vorab anschauen
Wanderungen, Naturerlebnisse und weitere buchbare Angebote findet ihr direkt im Erlebnisshop der Ferienregion.
Erlebnisse entdeckenKann man die Finsterautour gut mit Kindern fahren?
Jetzt kommen wir zu unserem persönlichen Spezialaufbau.
Ich bin die Runde gemeinsam mit meinen beiden Kindern gefahren – beide gemütlich in unserem Radanhänger hinter mir.
Zugegeben: In ihrem Alter inzwischen schon ein bisschen ölsardinenartig.
Aber nach einem langen Tag voller Erlebnisse im Bayerischen Wald war genau das für sie perfekt. Sie konnten sich zurücklehnen, wir haben unterwegs Brotzeit gemacht, ein Spiel gespielt, die Aussicht genossen – und niemand musste noch beweisen, wie viele Kilometer kleine Kinderbeine nach einem langen Urlaubstag schaffen.
Und wenn ich ehrlich bin: Für mich war diese gemütliche Form der Tour ebenfalls ziemlich angenehm.
Mit unserem Thule Fahrradanhänger haben wir inzwischen beinahe 4.000 Kilometer zurückgelegt. Dieses Gespann kennt uns, wir kennen dieses Gespann – und wir sind damit inzwischen ein ziemlich eingespieltes Team.
Gerade auf Reisen ermöglicht uns der Anhänger, lange unterwegs zu sein, ohne dass jeder Kilometer davon auch von den Kindern selbst geradelt werden muss.
Und falls ihr selbst mit Kindern unterwegs seid: Plant lieber eine Brotzeitpause mehr ein als eine zu wenig, nehmt ausreichend Getränke mit – und Helm auf.
Warum reicht ein Tagesausflug nach Mauth-Finsterau eigentlich nicht?
Nach unserer Finsterautour war uns endgültig klar: Diese Ecke des Bayerischen Waldes ist viel zu schade für „Wir fahren morgens hin und abends wieder heim.“
Die Radtour ist nur ein kleiner Ausschnitt. Dazu kommen Wanderungen, das Finsterauer Filz, das Naturerlebnis Wistlberg, die Aussichtsplattform Lusenblick, das Freilichtmuseum Finsterau, grenzüberschreitende Wege und noch eine ganze Menge, die selbst wir in mehreren Tagen nicht mehr geschafft haben.
Und falls ihr jetzt denkt: „Okay, überzeugt – aber wo sollen wir eigentlich schlafen?“ Dann müsst ihr euch nicht erst durch zwanzig Buchungsportale kämpfen.
Die Tourist-Informationen der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald helfen euch auf Wunsch auch ganz konkret bei der Suche nach einer passenden Unterkunft. Ihr könnt euch dort telefonisch oder per Mail beraten lassen und bekommt unverbindliche, individuell auf euren Aufenthalt zugeschnittene Unterkunftsvorschläge.
Im Grunde also ein kleines regionales Incoming-Reisebüro – nur mit Menschen am anderen Ende, die tatsächlich wissen, wo ihr anschließend landet.
Natürlich könnt ihr auch selbst auf der Website der Ferienregion stöbern: Dort findet ihr Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätze und weitere Unterkünfte.
Unsere Empfehlung bleibt aber so oder so: Bleibt ein paar Nächte.
Warum sieht man in Finsterau so viele Sterne?
Wir hatten vier Nächte dort. Und vier Nächte lang immer wieder denselben Moment: nach oben schauen – und erst einmal stehen bleiben.
Der Himmel wirkt hier tatsächlich anders. Nicht, weil in Finsterau mehr Sterne herumfliegen als anderswo, sondern weil es nachts noch ungewöhnlich dunkel werden darf.
Der Nationalpark Bayerischer Wald und der Naturpark Bayerischer Wald wurden 2025 von DarkSky International als international anerkannter Sternenpark Bayerischer Wald ausgezeichnet. Das Gebiet umfasst rund 94.000 Hektar.
Damit gehört die Region zu den wenigen Gegenden in Mitteleuropa, in denen natürliche Nachtdunkelheit noch besonders gut erhalten ist. Weniger künstliches Licht bedeutet: mehr sichtbare Sterne, bessere Bedingungen für Tiere – und für uns Menschen manchmal auch einfach wieder dieses Gefühl, wie unfassbar groß ein Himmel eigentlich sein kann.
Nach vier Nächten voller Sterne, einer Radtour zur Hammerklause, Moor, Wald, Kindern mit dreckigen Schuhen und einer immer länger werdenden Liste mit Orten, die wir noch sehen möchten, war unser Fazit ziemlich eindeutig:
Wir waren nicht zu lange hier. Wir waren zu kurz hier.
Kann man einen Aufenthalt in der Ferienregion verschenken?
Und falls ihr jetzt jemanden im Kopf habt, dem gemeinsame Zeit im Bayerischen Wald deutlich mehr Freude machen würde als das nächste Ding für irgendeine Schublade: Die Ferienregion bietet auch einen Reisegutschein für die Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald an.
Der lässt sich bei teilnehmenden Partnerbetrieben in der Region einlösen und macht aus „Ich weiß nicht, was ich schenken soll“ ziemlich schnell: „Dann schenk ich halt ein paar Tage Woid.“
Übernachten, essen, einkaufen und regionale Erlebnisse – damit verschenkt ihr im Grunde nicht irgendeinen Gegenstand, sondern Zeit in der Region.
Reisegutschein ansehenUnser Fazit zur Finsterautour
12,6 Kilometer. Eine Strecke, die auch nach einem langen Tag noch Spaß gemacht hat. Sehr schöne Wege. Viel Wald. Herrliche Ausblicke. Und mit der Hammerklause ein Ziel, für das wir jederzeit wieder aufs Rad steigen würden.
Die Finsterautour ist für uns genau die Art von Runde, die den Bayerischen Wald so besonders macht: Sie muss nicht spektakulär laut sein. Sie reiht einfach einen schönen Moment an den nächsten.
Und deshalb wissen wir eigentlich jetzt schon: Das war nicht unsere letzte Runde.
Wir werden sie ein zweites Mal fahren. Und ziemlich wahrscheinlich auch ein drittes.
Finsterautour selbst planen
Alle offiziellen Informationen zu Strecke, Höhenprofil, Wegbeschaffenheit, Parkmöglichkeiten und Tourenverlauf findet ihr direkt bei der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald.
Zur offiziellen FinsterautourWas kann man rund um die Finsterautour noch entdecken?
Und wenn ihr schon einmal mit dem Rad rund um Finsterau unterwegs seid: Plant ruhig ein bisschen mehr Zeit ein. Denn entlang beziehungsweise ganz in der Nähe der Runde liegen gleich mehrere Orte, für die sich ein kleiner Abstecher wirklich lohnt.
Aussichtsplattform Lusenblick am Wistlberg
Einer unserer Lieblingsplätze liegt praktisch direkt ums Eck: die Aussichtsplattform Lusenblick am Wistlberg.
Über einen breiten Weg und einen wunderschönen Holzsteg geht es hinaus zur Plattform, von der sich der Blick über die Wälder in Richtung Lusen öffnet. Der Weg ist angenehm kurz und barrierearm – perfekt also auch dann, wenn nach der Radtour niemand mehr Lust auf die nächste große sportliche Herausforderung hat.
Besonders am späten Nachmittag und Abend hat uns dieser Ort erwischt. Wenn das Licht zwischen den Bäumen steht, kann aus „Wir schauen nur kurz hin“ ziemlich schnell „Okay, fünf Minuten bleiben wir noch“ werden.
In unserem ausführlichen Beitrag zeigen wir euch den Lusenblick, das Naturerlebnis Wistlberg und was sich dort noch alles miteinander verbinden lässt.
Zum LusenblickMit dem Rad weiter ins Freilichtmuseum Finsterau
Ebenfalls wunderbar mit dem Rad erreichbar ist das Freilichtmuseum Finsterau. Und falls ihr bei „Museum“ gerade innerlich schon ein bisschen langsamer tretet: Genau das haben wir vorher auch gedacht.
Dann standen wir plötzlich zwischen alten Bauernhöfen, Werkstätten, Stuben, Gärten und Tieren und haben dort viel länger verbracht, als ursprünglich geplant. Historische Gebäude aus dem Bayerischen Wald wurden hier erhalten, wieder aufgebaut und so eingerichtet, dass man nicht nur sieht, wie früher gelebt wurde – man bekommt tatsächlich ein Gefühl dafür.
Gerade als Ergänzung zu einer Radtour finden wir das ziemlich genial: ein paar Kilometer Natur, anschließend eine kleine Zeitreise und danach vielleicht noch Kaffee und Kuchen. Viel bayerwaldiger kann ein Tag eigentlich kaum werden.
Unsere Zeitreise im Freilichtmuseum
Mit Rückenwind von Zweirad Würdinger
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Ob klassisches Radl, E-Bike, Zubehör oder einfach die Frage, welches Zweirad eigentlich zum eigenen Alltag passt: Mehr über unseren Tourensponsor findet ihr direkt bei Zweirad Würdinger .
Und weil wir beim Radlfahren durchaus für gute Ausrüstung zu haben sind, erinnern wir an dieser Stelle auch gerne an eines unserer Lieblingsmantras: Geil is, wer an Helm aufhat.
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