Es gibt Campingplätze, auf denen man seinen Stellplatz bezieht. Und dann gibt es Campingplätze, bei denen man nach ein paar Tagen merkt, dass man irgendwie schon dazugehört.
Wir haben während unserer Recherche rund um Mauth und Finsterau vier Nächte mit unserem Wohnmobil im Anderswo Camp in Finsterau verbracht.
Und weil wir dort nicht eingeladen waren, sondern unseren Aufenthalt ganz regulär selbst bezahlt haben, können wir gleich vorwegnehmen: Wir wären auch wieder hingefahren, wenn danach niemand einen Artikel darüber bestellt hätte.
Was uns dort besonders gefallen hat, war nicht irgendein einzelnes Ausstattungsmerkmal. Es war diese Mischung aus Natur, ein bisschen Abenteuer, sehr entspannten Menschen, herrlichem Kaffee, sauberen Sanitäranlagen und dem angenehmen Gefühl, dass hier niemand versucht, aus jedem Quadratmeter möglichst viel Campingplatz herauszuquetschen.
Wie ist es, im Anderswo Camp in Finsterau anzukommen?
Unsere ersten Ansprechpartner waren gleichzeitig auch während unseres gesamten Aufenthalts immer wieder präsent: die Betreiber selbst.
Unkompliziert, offen, angenehm entspannt und mit dem einen oder anderen richtig guten Tipp für die Umgebung. Keine gestellte Gastgebernummer, sondern eher dieses: „Servus, da seid ihr ja – schaut euch um, kommt an.“
Und dann wäre da natürlich noch das Café.
Bei unserem Aufenthalt gab es während der regulären Öffnungszeiten von Rezeption und Shop Kaffee, Latte macchiato und Kuchen – und nein, das war kein exklusiver Reporterinnenbonus. Das bekamen natürlich alle Gäste ganz regulär.
Für uns entwickelte sich das ziemlich schnell zu einer äußerst zuverlässigen Tagesstruktur: irgendwo im Bayerischen Wald herumrennen, zurückkommen, Kinder irgendwo glücklich abstellen und erst einmal Kaffee.
Lief.
Welche Stellplätze gibt es im Anderswo Camp?
Das Spannende am Anderswo Camp ist, dass sich der Platz nicht wie eine große Campingfläche anfühlt. Er ist in unterschiedliche Bereiche aufgeteilt, die tatsächlich ziemlich verschiedene Charaktere haben.
Damit macht es einen deutlichen Unterschied, ob ihr mit einem großen Wohnmobil, Wohnwagen, Van, Bus, Dachzelt oder klassischem Zelt unterwegs seid.
Der Garten: Platz für die größeren Gefährte
Oben liegt der Bereich, der im Anderswo Camp schlicht „Der Garten“ heißt. Die Stellplätze liegen auf relativ ebenen Wiesenterrassen, sind gut zugänglich und damit besonders praktisch, wenn Wohnmobil oder Wohnwagen ein bisschen mehr Platz brauchen.
Auch wir standen mit unserem Wohnmobil hier. Gerade wenn man mit einem größeren Gefährt unterwegs ist, ist das schlicht die entspanntere Variante.
Und könnten wir bitte kurz anerkennend die Pfoten heben? Für dieses Foto bin ich extra ziemlich früh aufgestanden. Bevor überall Campingstühle ausgeklappt, Türen geöffnet und Menschen in Schlappen zwischen Wohnmobil und Sanitärbereich unterwegs waren.
Danke. Ich erwarte keine Medaille. Ein bisschen Anerkennung reicht völlig.
Kann man im Anderswo Camp fast wie wildcampen?
Jetzt kommen wir zu meinem persönlichen Favoriten.
Denn falls ihr euch beim Gedanken an Camping eher Wald, Heidelbeersträucher und „möglichst wenig andere Menschen direkt vor meiner Tür“ vorstellt als akkurat abgemessene Parzellen: Schaut euch die Blueberry Hills an.
Blueberry Hills: Fast wie Wildcampen – nur ganz legal auf ziemlich hohem Niveau
Und falls ihr euch jetzt fragt: Ist Wildcampen im Nationalpark Bayerischer Wald erlaubt?
Nein. Ist es nicht.
Aber im Anderswo Camp könnt ihr so ein bisschen Fake-Wildcampen.
Feeling: 10 von 10. Dazu aber warme Duschen, saubere Toiletten, Semmerlservice und ein ziemlich guter Latte macchiato.
So gesehen ein wirklich überzeugender Deal für alle, die gerne das Gefühl hätten, irgendwo weit draußen in der Pampa zu stehen, aber warmes Wasser zum Duschen und Abspülen dann doch auch ganz geil finden.
Es gibt dort Plätze, bei denen man zwischen Bäumen und Sträuchern tatsächlich das Gefühl bekommt, ziemlich für sich zu sein. Und zwar im absolut positiven Sinne.
Mein persönlicher Favorit wäre übrigens Stellplatz 71 gewesen. Unser Wohnmobil war dafür leider zu groß. Mit Zelt, kleinerem Van oder Bus hätte ich dort vermutlich ziemlich begeistert mein Lager aufgebaut.
Gerade am Abend, wenn zwischen den Bäumen die Lichterketten leuchten und darüber der Sternenhimmel aufzieht, hatte dieser Bereich für mich die schönste und romantischste Atmosphäre des ganzen Platzes.
Wie sauber sind die Sanitäranlagen im Anderswo Camp?
So. Jetzt kommen wir zu einem Thema, bei dem sich die Campinggemeinschaft erfahrungsgemäß sehr schnell in zwei Lager teilt:
Die einen sagen: „Camping ist Camping.“
Und dann gibt es Menschen wie mich.
Dinkeldörte.
Ich mag Natur. Ich mag Wald. Ich mag draußen sein. Aber wenn ich nachts um halb elf in eine Dusche gehe, möchte ich mich dort trotzdem nicht fürchten.
Und ich weiß: Ihr auch.
Dieses kleine Sanitärhäuschen liegt bei den abgelegeneren Stellplatzbereichen. Und nur damit das geklärt ist: Diese Bilder sind zu 1000 Prozent ungeschönt. #schwör
Keine fünf Minuten vorher mit dem Lappen durch, kein Speziallicht, kein Photoshop-Zauber.
So haben wir es dort erlebt.
Zum Abwaschen gibt es ordentlich Platz. Für vierbeinige Campinggäste eine Hundedusche. Und für die Stehbiesler unter euch wurde sogar ans Pissoir gedacht.
Ihr wisst schon. Für das vollständige Campinggefühl.
Die Badezimmer sind modern, geschmackvoll und während unseres Aufenthalts wirklich blitzsauber.
Also ganz im Ernst: Was will man mehr?
Wie sehen die großen Sanitäranlagen im Haupthaus aus?
Ich kenn euch ja.
Jetzt wollt ihr natürlich auch noch die großen Sanitäranlagen sehen.
Bitteschön.
Erst einmal durch den ziemlich fancy Tunnel
Die größeren Sanitärbereiche liegen unter dem Haupthaus. Und bevor man dort ankommt, läuft man erst einmal durch einen ziemlich fancy Tunnel.
Tagsüber schon unerwartet cool. Nachts noch einmal ein bisschen verrückter.
Aber dieses „Huch, das hätte ich hier jetzt nicht erwartet“ zieht sich durch diese ganze Ecke des Bayerischen Waldes wie ein …
äh …
neonpinker Faden.
Auch hier: sauber, modern und überraschend geschmackvoll.
An Familien wurde ebenfalls gedacht. Es gibt unter anderem Kindertoilettensitz und Wickelmöglichkeit, sogar mit Heizstrahler darüber.
Waschmaschine und Trockner sind ebenfalls vorhanden und können digital bezahlt werden.
Da soll noch einmal einer sagen, der Bayerische Wald wäre beim Camping schlecht ausgestattet.
Kann man im Anderswo Camp Lagerfeuer machen?
Ja – aber mit gutem Grund nicht überall.
Im Bereich „Der Garten“ sind private Feuer in erhöhten Feuerschalen erlaubt. Feuerschalen können am Camp ausgeliehen werden, Feuerholz bekommt ihr ebenfalls vor Ort.
In den stärker bewaldeten Bereichen wie Into the Wild und Blueberry Hills ist ein eigenes Feuer direkt am Stellplatz wegen der Brandgefahr nicht gestattet.
Dafür gibt es gemeinschaftliche Feuerstellen. Und genau dort entsteht etwas, das man nicht in einer Ausstattungsliste messen kann:
Menschen setzen sich zusammen. Jemand bringt noch etwas Holz. Kinder stehen ums Feuer. Man kommt ins Gespräch. Und plötzlich sitzt man mit Leuten zusammen, die man zwei Stunden vorher überhaupt noch nicht kannte.
Zugegeben: Auf dem linken Foto hätte die Sonne ruhig noch ein bisschen lachen können.
Aber weil ich ein Fuchs bin, zeige ich euch direkt daneben, wie dieselbe Ecke nachts aussieht.
Damit ihr euch nicht mühsam vorstellen müsst, wie schön das sein könnte.
Bedankt euch später einfach bei mir, wenn ihr wegen dieses Artikels irgendwann dort am Feuer sitzt.
Warum sieht man in Finsterau so unglaublich viele Sterne?
Das war für uns wirklich eines der Highlights jeder einzelnen Nacht.
Irgendwann schaut man aus dem Wohnmobil, blickt nach oben – und braucht erst einmal kurz.
Weil der Himmel dort tatsächlich anders aussieht.
Natürlich gibt es in Finsterau nicht mehr Sterne als bei uns zuhause. Man kann nur deutlich mehr davon sehen.
Der Grund ist die vergleichsweise geringe Lichtverschmutzung. Der Nationalpark und der Naturpark Bayerischer Wald wurden 2025 von DarkSky International als internationaler Sternenpark Bayerischer Wald ausgezeichnet. Das Gebiet umfasst rund 94.000 Hektar und gehört zu den Gegenden, in denen echte natürliche Nachtdunkelheit noch besonders gut erhalten ist.
Und genau das merkt man dort.
Vier Nächte. Viermal rausgeschaut. Viermal: „Boah.“
Mehr wissenschaftliche Analyse brauchten unsere Kinder dazu ehrlich gesagt nicht.
Wer mehr über die besondere Dunkelheit im Bayerischen Wald erfahren möchte, findet Informationen direkt beim Nationalpark Bayerischer Wald.
Kann man im Anderswo Camp auch ohne Wohnmobil oder Zelt übernachten?
Jetzt kommen wir zu allen, die beim bisherigen Lesen gedacht haben:
„Ja, wunderschön. Aber ich besitze weder Wohnmobil noch Van, und Zelten finde ich ungefähr bis 17 Uhr romantisch.“
Auch dafür gibt es eine Lösung.
Im Anderswo Camp gibt es zwei kleine feste Unterkünfte: den Schäferwagen „Schäfchen-Zähler“ und den Bauwagen „Birkenhain“.
Also dieses wunderbare „Ich möchte Naturcamping – aber bitte mit einem richtigen Bett“-Zwischending.
Beide Unterkünfte sind kompakt, liegen mitten in der Natur und verfügen über eine kleine Kochmöglichkeit. Für Dusche und Bad nutzt man die Sanitäranlagen des Camps.
Wer keinen eigenen Camper besitzt, muss damit also trotzdem nicht auf Anderswo verzichten.
Stellplätze & Unterkünfte ansehenIst das Anderswo Camp für Familien mit Kindern geeignet?
Für uns: absolut.
Nicht, weil dort fünf Animateure, Minidisco und Plastikrutsche warten.
Im Gegenteil.
Kinder dürfen hier ziemlich unkompliziert draußen sein, vor Ort gibt es auch einen Basketballkorb, einige Roller oder indoor einen Billardtisch. Dazu im Shop tolle Spiele für kleine Entdecker für drinnen und draußen. Und wenn es doch einmal nach dem ganz großen Spielplatz verlangt, liegt gleich nebenan das Naturerlebnis Wistlberg.
Man muss im Grunde nur über die wenig befahrene Zufahrt – und dort wartet ziemlich genau das, was sich unsere Kinder unter einem gelungenen Urlaubstag vorstellen: klettern, rutschen, entdecken, andere Kinder kennenlernen und möglichst spät wieder abgeholt werden.
Direkt daneben liegen außerdem das Nationalpark Café, das Finsterauer Filz und die Aussichtsplattform Lusenblick.
Gerade diese Lage fand ich mit Kindern ausgesprochen angenehm: Man muss nicht für jeden kleinen Ausflug erst alle wieder ins Wohnmobil verfrachten.
Was kann man direkt vom Anderswo Camp aus erleben?
Und hier kommen wir zu unserem eigentlichen Problem.
Wir waren vier Nächte dort.
Und das war zu wenig.
Wir waren am Naturerlebnis Wistlberg und am Lusenblick, sind durch das Finsterauer Filz gelaufen, haben einen ganzen Tag im Freilichtmuseum Finsterau verbracht, waren am Baumwipfelpfad und im Tier-Freigelände, sind mit dem Rad zur Hammerklause gefahren, haben die Finsterautour unter die Räder genommen, sind über sechs Stunden auf dem Eisvogel-Rundweg unterwegs gewesen und mit dem Rad bis an die deutsch-tschechische Grenze bei Bučina gefahren.
Und trotzdem hatten wir am Ende noch eine Liste mit Dingen, die wir nicht geschafft haben.
Vom Anderswo Camp starten außerdem direkt Wander- und Radtouren. Die Betreiber selbst sammeln auf ihrer Website zahlreiche Ideen für Unternehmungen rund um Finsterau.
Das Schöne daran: Man wohnt nicht irgendwo und fährt anschließend jeden Morgen erst wieder in die Natur.
Man ist schon da.
Kann man im Anderswo Camp auch im Winter campen?
Und jetzt kommt noch etwas, das wir bei unserem Aufenthalt selbst gar nicht erlebt haben – bei dem ich aber ehrlich gesagt ziemlich schnell verstanden habe, warum Julia und Steffen unbedingt wollten, dass wir es euch trotzdem zeigen:
Anderswo gibt es nämlich auch im Winter.
Das Camp liegt auf über 1.000 Metern Höhe. Und wenn dort oben aus dem satten Grün plötzlich weiß wird, bekommt dieser ohnehin schon ziemlich besondere Ort noch einmal einen komplett anderen Charakter.
Das Anderswo Camp ist in der Sommersaison von etwa Mitte April bis zum Ende der bayerischen Herbstferien geöffnet und startet anschließend vom 27. Dezember bis Anfang März noch einmal in seine Wintercampingsaison. Die beiden nachfolgenden Bilder wurden uns vom Anderswo Camp zur Verfügung gestellt.
Wintercamping auf über 1.000 Metern im Bayerischen Wald
Und wir reden hier nicht von: „Vielleicht liegt irgendwo hinten im Wald noch ein Häufchen Schnee.“
Durch die Höhenlage von über 1.000 Metern sind die Bedingungen rund um Finsterau oft deutlich winterlicher als weiter unten im Tal. Dann stehen Wohnmobile und Camper mitten zwischen verschneiten Bäumen, der Bauwagen Birkenhain bekommt plötzlich ein bisschen Märchenwald-Optik und morgens knirscht es beim ersten Schritt vor die Tür.
Für Wintersportfans ist die Lage dabei ziemlich schwer zu toppen: Das Skilanglaufzentrum Finsterau liegt praktisch direkt neben dem Camp und ist zu Fuß in wenigen Minuten erreichbar. Von dort geht es auf ein weit verzweigtes Loipennetz für klassische Langläufer und Skater – teilweise könnt ihr sogar direkt vom Campingplatz in die Loipe starten.
Wer keine Lust auf zwei schmale Bretter unter den Füßen hat, kann stattdessen winterwandern, mit Schneeschuhen durch die verschneite Landschaft stapfen oder mit den Kindern den kleinen Schlittenberg direkt beim Skilanglaufzentrum unsicher machen.
Und das Beste für alle, die im Wohnmobil ohnehin schon Tetris mit Gepäck spielen: Langlaufski, Schneeschuhe, Grödel und Schlitten können direkt im Anderswo Camp ausgeliehen werden. Auf Anfrage kann sogar ein Skilehrer vermittelt werden.
Damit muss man eigentlich nur noch selbst entscheiden, ob man morgens zuerst auf die Loipe möchte oder lieber noch einmal fünf Minuten länger im warmen Camper liegen bleibt und draußen den Schnee anschaut.
Ich hätte da persönlich eine klare Reihenfolge.
Kaffee. Schnee anschauen. Dann reden wir weiter.
Wintercamping mit Wohnmobil oder Camper, Langlaufen direkt ab dem Platz, Schneeschuh- und Winterwanderungen, Schlittenfahren und ganz viel verschneiter Nationalpark direkt vor der Tür.
Alle Informationen zur Wintersaison findet ihr direkt beim Anderswo Camp:
Wintercamping im Bayerischen Wald
Wie lange sollte man im Anderswo Camp bleiben?
Unter uns?
So lange ihr könnt.
Wer nur für zwei Nächte kommt, wird schöne zwei Nächte haben.
Wer vier Nächte bleibt, wird vermutlich so wie wir feststellen, dass die Liste der noch offenen Touren am Ende länger ist als vorher.
Und wer länger unterwegs ist oder sogar zwischendurch arbeiten muss: Bei uns oben im Garten war das WLAN wirklich top.
Der Platz verfügt über mehrere WLAN-Zugangspunkte. Wie gut der Empfang am eigenen Stellplatz ist, hängt deshalb auch ein bisschen davon ab, wie weit man sich bewusst in Richtung „Ich möchte jetzt wirklich meine Ruhe haben“ zurückgezogen hat.
Was eigentlich ziemlich passend ist.
Wer online sein muss, kann es. Wer Digital Detox will, sucht sich einfach das andere Ende.
Was ist eigentlich die Idee hinter dem Anderswo Camp?
Nach vier Tagen dort versteht man ziemlich schnell, dass die etwas andere Optik des Platzes kein Zufall ist.
Die Betreiber beschreiben ihre Haltung selbst ziemlich eindeutig: Hier geht es nicht um perfekten Golfrasen, akkurat abgesteckte Parzellen, Gartenzäune und Zwergendeko.
Stattdessen stehen Natur, Freiheit, Einfachheit, respektvolles Miteinander und nachhaltiges Reisen im Mittelpunkt.
Und genau das merkt man.
Nicht jeder Stellplatz sieht gleich aus. Nicht alles ist schnurgerade. Manches ist ein bisschen wild. Manches kreativ. Manches überraschend.
Aber genau deshalb passt der Name so gut.
Anderswo.
Ein Ort für Menschen, die nicht unbedingt möglichst viel Campingplatzinfrastruktur brauchen, sondern lieber möglichst viel von dem Ort spüren möchten, an dem sie gerade sind.
Mehr über die Idee hinter dem Platz findet ihr direkt beim Anderswo Camp.
Unser Fazit nach vier Nächten im Anderswo Camp
Wir kamen mit unserem Wohnmobil für eine Recherche.
Wir fuhren vier Tage später mit sehr vielen Fotos, dreckigen Kinderschuhen, einer erstaunlichen Menge neuer Ausflugsziele und diesem etwas unangenehmen Gefühl wieder, dass wir eigentlich noch gar nicht heimwollten.
Das Anderswo Camp ist kein Campingplatz für Menschen, die zehn identische, akkurat vermessene Parzellen nebeneinander erwarten.
Es ist ein Platz für Menschen, die Wald mögen. Ruhe. Lagerfeuer. Kaffee. Ein bisschen Gemeinschaft. Ein bisschen Rückzug. Kinder, die draußen herumstromern dürfen. Und Nächte, in denen man tatsächlich wieder nach oben schaut.
Gleichzeitig muss man auf die Dinge, die Camping angenehm machen, überhaupt nicht verzichten: saubere und moderne Sanitäranlagen, warme Duschen, Abwaschplätze, Waschmaschine, Trockner, WLAN, Semmerlservice, Shop, Kaffee und Kuchen.
Für uns war genau diese Mischung perfekt:
ein bisschen wild – aber nicht unbequem.
Oder anders gesagt:
Fake-Wildcampen mit Latte macchiato.
Kann man schon machen.
Anderswo Camp Finsterau
Naturcamping direkt am Nationalpark Bayerischer Wald mit Stellplätzen für Wohnmobile, Wohnwagen, Vans, Busse, Dachzelte und Zelte sowie Schäferwagen und Bauwagen.
Adresse:
Buchwaldstraße 52
94151 Finsterau / Mauth
Text & Bilder: Corinna Danner / Woid Bladl
